1. a big wave
  2. restart the world
  3. the child of aleppo
  4. luxury
  5. understand
  6. fingerprints
  7. here comes the news
  8. think loud
  9. planet plastic
  10. you are not alone
  11. the voices in your head
Wenn Stefan Erbe (s)eine musikalische Schaffenszeit als logische Konsequenz auf ein Album verewigt ist Eines ganz sicher, keine seiner Produktionen ist wie die vorherige oder entspricht dem kompositorischen Algorithmus eines anderen Exemplars seiner bisherigen 30 Alben. Dies untermauert sein neuestes Werk „REFLECT“ auf eine außergewöhnliche Weise, denn die aktuellen 61 Minuten seiner universalen Medien-Wiederspiegelungen, Human-Reflexionen und differenzierten Weltbetrachtungen geben zahlreichen tonale Andeutungen auch auf die unendlichen Missstände unserer Menscheit, ohne dafür nur ein gesprochenes Wort zu äußern. Vielmehr ist es die narrative Dynamik des Albums, die unsere Gedanken zu Bildern werden lässt, etwas emotional visualisiert oder persönliche Ansichten in eine gehörte Form bringt. „REFLECT“ intensiviert die Eindrücke die jeder irgendwie in sich trägt und regt damit an, davon etwas nach außen zu lassen. Erbes Erzählform ist dieses Mal deutlich düsterer, ernster und selbstreflektierend: „Meine Zeit der letzten Monaten und Jahre waren auch von Verlusten, eigenen Ängsten und Unsicherheiten geprägt. Widersprüche und Fragen spielen genauso eine Rolle, wie Erfolge und Zufriedenheit. Die persönlichen Wünsche und Hoffnungen, werden nicht nur durch mediale Eindrücke beeinflusst und wir alle stehen vor der Frage, wie sich die kommenden Jahre und Jahrzehnte entwickeln werden“. Dennoch ist Erbes Album kein pessimistischer Blick in die Zukunft, sondern vielmehr eine Momentaufnahme verschiedener Eindrücke und menschlicher Facetten. Es ist eben auch die Frage, wie wir uns selbst verhalten und unser eigenes Handeln dabei reflektieren.