1. Mandarinentraum [27:06] MP3 soundclip of Mandarinentraum [1:00]
  2. Galaxy 2008 [6:53]
  3. Spaceball [6:26]
  4. Blue Planet [6:40]
  5. November Day [4:50]
  6. Heavensgate [7:34] MP3 soundclip of Heavensgate [1:00]
  7. Spectral [4:39]
  8. Heaven Must Be Proud [5:20]
All songs written and produced by Frank Dorittke Frank Dorritke ist mit seinem Projekt F.D. Project mittlerweile schon Stammgast im Musikzirkus-Magazin, denn er versteht es immer wieder durch seine sehr melodische Elektronikmusik, die er mit seiner E-Gitarre würzt, zu überzeugen und zu fesseln. Nicht ganz ein Jahr ist seit „The Journey To Another Place" (CD + DVD) vergangen und schon veröffentlicht Frank sein neues Album (es erscheint am 20.09.2008), das den Titel „Heavensgate" trägt und bereits seine sechste CD darstellt. Und wie gewohnt präsentiert er auf dem Silberling eine Mischung aus elektronischen Synthies und E-Gitarre, die vor herrlichen Melodien wieder nur so strotzt.
Acht Stücke hat Frank auf der fast 70minütigen CD platziert, von denen sieben mit Laufzeiten zwischen 4:39 und 7:34 Minuten aufwarten.

Das Kernstück der CD ist aber der 27minütige Longtrack „Mandarinentraum", der die CD eröffnet. Schon am Titel von „Mandarinentraum" ist zu erkennen, dass dieses Stück dem großen Namen der „Berliner Schule" gewidmet ist. Gemeint ist natürlich Tangerine Dream. Dieser erste Track ist schon mal ein richtiger Hammer für Freunde gut gemachter Elektronik, denn er weist nicht nur eindeutig Zitate von Tangerine Dream auf, sondern hat auch Passagen, die u. a. an Ron Boots, Klaus Schulze oder durch den Einsatz der E-Gitarre an Mike Oldfield erinnern. Wunderschöne zarte Synthieharmonien, zu denen ein weiterer Synthie flirrt, starten in diesen Track, der sich immer weiter steigert und über die volle Distanz seinen Spannungsbogen halten kann. Melodielinien, Rhythmus, Sounds und Effekte sind perfekt aufeinander abgestimmt. Schon dieser Track lohnt den Kauf des Albums. Frank ist meines Erachtens damit schon ein Stück gelungen, das ihn zum Anwärter auf den besten Titel des Jahres macht.
Eine Konstante in Franks Schaffensphase ist u. a. das Stück „Galaxy", das er auf den ersten drei Alben in verschiedenen Variationen veröffentlichte. Auf dem neuen Album befindet sich davon ebenfalls eine Version, die den Titel „Galaxy 2008" trägt. Den Track hat Frank wieder etwas abgewandelt, ohne aber den Charakter des Stückes zu verändern.
„Spaceball" beginnt mit sehr schönen elektronischen Effekten, bei denen der Synthiesound zwischen den Boxen hin und her schwebt. Dann entwickelt sich wieder eine sehr schöne Melodie, die Sehnsüchte erzeugt. Neben den Synthies spielt Frank eine sehr schön angelegte E-Gitarre. Und in der Mitte schimmert dann zur Überraschung noch ein Rhythmus durch, der doch sehr an Alan Parsons „The Raven" erinnert. Das passt aber ganz hervorragend in diesen Track.
Ebenfalls sehr spacig beginnt „Blue Planet". Durch die verwendeten Sounds hat man zu Beginn das Gefühl, als würde man auf die Erde zufliegen. Dann kommen Sequenzen, Sounds und Melodien, die meine Erinnerungen an John Dyson’s Musik wieder wach werden lassen.
„November Day" vermittelt eine Prise Melancholie, bei der ich mir eine E-Gitarre gewünscht hätte.
Auch im Titelstück hat Frank eine sehr schöne Melodie untergebracht, die sofort ins Ohr geht. Der sanfte Rhythmus treibt den Track angenehm voran. Und nach etwas mehr als zwei Minuten kommt dann auch wieder die E-Gitarre zum Einsatz, die mir bei Frank immer besonders gut gefällt, öffnet sie doch Türen zur Rockmusik. Aber Frank beschränkt sich hier auf eher ruhige Riffs.
Es folgt das eher sphärisch und futuristisch anmutende „Spectral", bei dem ich mich sofort in einer Raumstation wieder finde. In der zweiten Hälfte weht, was den verwendeten Sound anbelangt, wieder ein zarter Hauch von Alan Parsons durch die Boxen.
Mit „Heaven Must Be Proud", das schon zu Beginn E-Gitarre bietet, beschließt Frank seine neueste CD. Dieser letzte Track ist für F.D. Project eher ungewöhnlich, weil er sehr songorientiert ausgelegt ist, was vor allem am weiblichen Gesang von Brandon Michele liegt. Der balladeske, melancholische Song passt aber gut ins Gesamtbild.

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Sicherheit und Leichtigkeit es Frank immer wieder gelingt, seine Stücke aufzubauen. Auch die gelegentlichen Zitate an große Künstler sind sehr dezent eingestreut und wirken weder aufgesetzt noch sich anbiedernd. Frank sorgt mit seiner Musik für eine Reise durch die traditionelle Elektronik, bei der man sich sofort zu Hause fühlt. Für mich gehört dieses Album jetzt schon zu den Highlights des Jahres 2008. „Heavensgate" öffnet die Pforte zu himmlischen Klängen und stellt daher eine absolute Kaufempfehlung dar.
Am 20.09.2008 werden Stücke von „Heavensgate" beim electronic-circus-Festival in Bielefeld live aufgeführt. Die ersten Hördurchgänge versprechen jetzt schon einen Auftritt, der für reichlich Gänsehaut sorgen wird. Wer Frank bisher noch nicht live gesehen hat, sollte dies an diesem Tag unbedingt nachholen.

2008. Stephan Schelle I like FD Project. His music always flows with a harmony which the premise is a skillful dosage of guitars, as electric than acoustic, and synths whose oscillate between the territories of Berlin School, the new kind as the retro one, with a sweet ‘’Oldfieldian’’ influence. On Heavensgate FD Project charm as ever, with a long magnificent epic track which worth itself the purchase of the CD. A true good old Berlin School well sequenced which FD Project throws between our ears and who thrones among a magnificent collection of titles all so harmoniously attractive.

A slow droning shower opens Mandarinentraum (The dream of the Mandarin). The intro is spatial, with its analog sound effects, under a fluty mellotron with a very Mergener-Weisser (Software) flavor. Quietly, Frank Dorittke, the man behind FD Project, immerses us in a sulphurous Berlin School post 70 with a crystal clear tone and a sequence to crystalline keys which turn delicately in a sea of synths to spectral breaths, wave-like and sharp. A hypnotic fantasia which is lulling in a cosmos to starry background filled of shooting streaks in order to fit a delicate rhythmic with a hopping keys sequencer. A bloody great track very well structured Mandarinentraum gets perfumes by ‘’Tangerine Dreamian’’ several musical influences with puzzling rhythmic approaches, quite as we hear on Blue Planet. Approaches which destabilize the listener with unexpected rhythms, as we get around the 15th minute. A segment where the tempo is illuminating under good tam-tam percussions and a synth with sharp whistles. Constantly Mandarinentraum evolves on rhythms in constant permutation, but which overlap with subtlety, as rarely can offer a track that length without falling into some atonal sources. A magnificent piece where synths and guitars have a pleasant complicity, especially towards the finale with sequences to stunning inversions. Some very good Berlin School, Mandarinentraum is certainly one of the beautiful track written in 2008.
Galaxy 2008 flows languishingly on a wavy mellotroned vocal and a beautiful line of bass. The tempo is pleasant and marries a sensual movement under a thick cloud of loopy guitar solos. A title of a delicious sweetness, quite as November Day and its melancholic melody. Spaceball is for guitar fan. A heavy guitar which grips a cosmic serpentine intro, on good percussion strikes from where are winding good electric six-string solos. A guitar which becomes heavy and incisive, on a pounding pace hypnotically weighty coated with a zest of interstellar sound effects.
Shy, Heavensgate (the title track) moves nervously, as a clock which looks for its tick-tock, before taking the shape of a hooking sequenced nursery rhyme. A beautiful intro which engenders a rhythmic more supported with a guitar phase which hangs on ears to be in hiding there, as worm ear. Spectral does not betray its naming with its sinister mood on a hopping bass line. Fine keys hang on to this line, unwinding a melodious spectre which furrows a more robust movement, kissing a funky touch.
Heaven Must Be Proud encloses this FD Project 6th opus of with a beautiful melody starring the fine voice of Brandon Michelle which sensualism and virginality are tying marvelously the laments of an electric guitar.

Heavensgate got lost in the mazes of EM albums which abound in profusion in 2008. Nevertheless, it is one of the pearls of that year. A magnificent album which should parade among 2008 top ten.

2009. Sylvain Lupari / Guts Of Darkness