1. Part 1 - [8:18]
  2. Part 2 - [7:28]
  3. Part 3 - [9:06]
  4. Part 4 - [9:55]
  5. Part 5 - [8:21]
  6. Part 6 - [5:07]
  7. Part 7 - [6:37]
  8. Part 8 - [3:46]
  9. Part 9 - [5:46]
  10. Part 10 - [7:51]
Quality melodies with sequencer and rhythm background. One more brilliant release by Frank. Nachdem der aus Dinslaken stammende Frank Dorittke, aka F.D. Project, im letzten Jahr ein Album unter seinem Namen veröffentlichte, kommt Anfang August 2020 ein weiteres Album unter seinem Pseudonym F.D. Project auf den Markt. Es trägt den Titel „Lunaris“ und macht das Dutzend Alben unter diesem Projektnamen voll. Der Gitarrist und Keyboarder hat die zehn Stücke auf seinem neuen Werk, deren Titel „Part One“ bis „Part Ten“ tragen, wiederum im Alleingang eingespielt.

Sechs der zehn Stücke weisen Laufzeiten von mehr als sieben Minuten auf. Die restlichen Stücke liegen zwischen 3:46 und 6:37 Minuten Länge. Die einzelnen Parts stehen alle für sich und ergeben keinen Longtrack.

Franks Musik wandelt seit jeher zwischen rein elektronischer und leicht rockiger Musik. Letzteres kommt immer dann zum Vorschein, wenn Frank an der Gitarre zu Werke geht, was die Stücke ein ums andere Mal in Sphären von Mike Oldfield, Pink Floyd & Co. hebt. Er hat aber einen so eigenen Stil, den man schon nach wenigen Augenblicken erkennt. So auch gleich beim eröffnenden 8:18minütigen „Part One“. Dröhnende Synthies eröffnen zunächst dieses Stück, gepaart von herrlichen, voluminösen Flächensounds. Dann setzen der Sequenzer und kurz darauf elektronische Rhythmen ein und man erkennt schon den typischen Dorittke. Das klingt bekannt und doch neu. Darauf setzt Frank dann eine sehr ansprechende Melodielinie, die das Tüpfelchen auf dem i darstellt. Im letzten Abschnitt fügt er dann noch ein atmosphärisches, melodisches Gitarrensolo ein, das so unverwechselbar nach Dorittke klingt. Ein klasse Einstieg ins neue Album, der nach mehr verlangt.

Sphärisch zeigt sich dagegen das 7:28minütige „Part Two“ bei dem auch gesangliche Stimmen (wahrscheinlich Samples) eingebaut wurden. Der Track wirkt wie eine Kollaboration von Frank mit dem Elektronikpionier Klaus Schulze. Mystisch schweben die Klanggebilde, unterlegt von rhythmischen Elementen dur ch den Raum. Die darauf gesetzten Harmoniebögen unterstützen zunächst den spacigen Ansatz um dann von einem Schlagzeugrhythmus aufgepeppt zu werden. Ein sanft dahintreibender Track, der zum Abheben einlädt.

Das neunminütige „Part Three“ beginnt ebenfalls sphärisch mit leichten hymnischen Zügen. Das klingt zunächst wie ein Soundtrack zu einem Weltraumabenteuer. Sobald dann aber die E-Gitarre einsetzt, geht es schnell in Richtung Pink Floyd zur „Wish You Were Here“-Phase. Ein traumhaftes Stück für Floyd-Fans, da Frank den Spirit von David Gilmour perfekt rüberbringt und doch seine eigene Handschrift durchscheinen lässt. Die Synthies und Keyboards lassen auch eine Spur von David Wright bzw. Code Indigo aufkommen. Da kommt absolutes Gänsehautfeeling auf und wird bei mir in die Dauerrotation aufgenommen.

„Part Four“ bringt es dann auf knapp zehn Minuten Spielzeit. Jetzt hat Frank einige asiatisch anmutende Klangfarben im Gepäck. Verschiedene Klänge schichtet er in diese m Stück aufeinander und spendiert ihm dann einen unwiderstehlichen Rhythmus, was den Track dann von seiner asiatisch wirkenden Struktur befreit. Nach etwas mehr als zwei Minuten kommt dann eine Melodielinie auf. Die Würze dieses Stückes sind aber die unterschiedlichen und teils ungewöhnlichen Klangfarben. Dabei lässt Frank es auch mal zischen oder zirpen, als wäre ein Alarm ausgelöst worden. Die Harmonien sind aber unwiderstehlich. Die Strukturen und Sounds verändern sich im weiteren Verlauf und somit erhält Frank über die volle Länge den Spannungsbogen. Dieser Track sollte unbedingt laut über Kopfhörer genossen werden um seine ganze Strahlkraft zu ergründen.

Das Frank auch Sounds á la Schiller drauf hat, das beweist er dann im 8:21minütigen „Part Five“. Die Klangfarben scheinen direkt aus den Instrumenten von Christopher von Deylen entliehen zu sein. Die wunderbaren Harmonien werden zudem mit einem treibenden Rhythmus untermauert, der sich nach wenigen Momenten in einen ta nzbaren Beat wandelt. Frank hat hier aber keine reine Schiller-Kopie abgeliefert, sondern den Stil um weitere, teils rockige Elemente (Rhythmus und E-Gitarre) erweitert. Das ist grandios umgesetzt.

Eine romantische Ader weist dagegen das fünfminütige „Part Six“ auf, bei dem weite Flächen auf eine wunderschöne E-Gitarrenmelodielinie treffen. Die Gitarre liegt dabei in der Schnittmenge von David Gilmour und Gary Moore. Hier zeigt sich, dass Frank ein hervorragender Rockgitarrist ist, kein Wunder, ist er doch auch an den sechs Saiten in der Rockband Imagine tätig.

Auf 6:37 Minuten Spielzeit bringt es dann „Part Seven“. Ein flotter elektronischer Track, der durch seine Rhythmusmuster besticht. Das klingt wie eine temporeiche Version der „Berliner Schule“ im Stile von Klaus Schulze / Wahnfried. „Part Eight“ ist mit 3:46 Minuten Spielzeit der kürzeste Track des Albums. Hier treffen elektronisch erzeugte Flächen auf eine E-Gitarre im Stile von Nautilus & Co. Durch die Git arrenklangfarben kommt wieder leicht asiatisches Flair auf.

Klänge die eine große unterirdische Höhle assoziieren, empfangen den Hörer dann im 5:46minütigen „Part Nine“. Tolle Sounds wie von den Ozric Tentacles kombiniert Frank dann mit pumpenden Synthrhythmen und einer Pianolinie. Das ist rhythmisch und geht gut ins Ohr. Das fast achtminütige „Part Ten“ beschließt dann „Lunaris“. Vor allem die im zweiten Teil aufkommende Melodielinie und die herrlichen Synthieharmonien sorgen wieder für Gänsehaut.

Frank Dorittke hat mit seinem zwölften F.D. Project-Album mal wieder ein sehr melodisches und abwechslungsreiches Werk eingespielt. Klanglich hervorragend produziert wandelt er ein weiteres Mal zwischen den Welten der Elektronik und dem atmosphärischem Rock. Wie gewohnt hält Frank auch auf seinem neuesten Putput den Qualitätsstandard auf einem hohen Niveau.

2020. Stephan Schelle / Germany A sound point, and a bass note falls. Its bouncing echo pushes waves, like the static ones, and propels the skipping rhythm of Lunaris Part 1 with its sequences as sober as the percussive clicks. These sequences sculpt a minimalist pattern that would climb this spiral staircase and its wide steps to infinity. A line of arpeggios emerges before the 2 minutes, sculpting a harmonic vision that sticks to this vertical ascent that percussions energize with a sober presence. Already, the arpeggios line flirts with our degree of emotionality when the synth intrudes. Soon after, Lunaris Part 1 plunges into an ambient sphere where the sequencer stays alive, just like the bassline. When the tsitt-tsitt clings to the tandem, already the rhythmic framework borrows a kind of ride in plains of ambiences where the synth freezes a good harmonious line whose more emotional axis screws this earworm which takes a completely different dimension when the gui tar replaces the synth with incisive and piercing guitar solos. I am a big fan of Frank Dorittke! Well at ease in his comfort zone, he comes out of it only when he has clearly mastered his next stage of learning. What makes of him today a brilliant musician became as much at ease on a keyboard and a sequencer as with his guitar while having acquired a certain mastery with the electronic percussions. LUNARIS is his next album which should be released on Groove, Ron is currently mastering it, in next August. This latest album from FD Project offers 72 minutes of EM spread over 10 titles soberly titled Part 1 to Part 10. Each title is independent, but still offers this minimalist approach which serves as a basis for Frank D. to put his endless ideas into it.

A bluish haze and a seraphic goddess voice are at the origin of Lunaris Part 2. Electronic beeps and mist of metallic percussions dictate a slow rhythm and its independent bass line. Ambient, the circular movemen t picks up its sonic ideas while quietly the harvest of percussions sculpts a good astral down-tempo. The synth injects good arrangements on this cosmic slow ideal for dancing glued to your love one. Frank Dorittke has developed a very Pink Floyd progressive rock approach over the last few years, and it can be heard in Lunaris Part 3. This very good sensual cosmic blues is coated with a David Gilmour guitar whose solos float with a very Mike Oldfield vision whose Tubular Bells album has the most influenced FD Project in terms of musical orientation. This is a splendid cosmic blues like that of Lunaris Part 6 and its guitar screaming of beautiful solos on a rhythm sniffing a possible tangent for a morphic techno, behind a veil of bat's cries. Ahhh… Electronic Music! Lunaris Part 4 comes to us like a happy musical feast with its easygoing rhythm hopping in a sober harmonic rhythmic vision. Strange continuous squeaks, like a nightingale stuck in the interstices of the synth, stain a decor which gets enriched with tinkles and sequences to follow at the same speed as this rhythm sometimes gurgling but always fascinating, almost swagger. A rhythm that will change of skin, and speed, with a sequencer and a smoother flow after a brief ambient passage. There is a lot of Mike Oldfield here!

Lunaris Part 5 begins with this vision of the 70's disco. The pads fall with a resonance that binds them together, while nervous oscillations paw for energy as the beat lifts in a rock & dance fusion which all in all spins in an astonishing rhythmic lethargy. And when the percussions fall, it's rock constantly recalled to the scents of the Disco years with the sequencer trying to hold it back. But in the end, this rock serves the cause of good guitar solos. The rhythm evaporates in another of those ambient passages which cut the majority of LUNARIS' structures. A propitious moment for guitar solos that whirl like unclaimed sighs on heavy percussion, while Lunaris Part 5 still tries to escape for a Disco. Lunaris Part 7 follows the heavy cosmic blues of Part 6 to deliver a smooth spheroidal rhythm that spins around in a euphoric cosmic carousel. Lunaris Part 8 is a superb track with a guitar and its emotions in a context of extreme loneliness. A good title where I imagine Frank alone with the Moon on an evening of confinement. Lunaris Part 9 is a bit the opposite! It's a sort of nursery rhyme woven into sibylline ambiences and strummed by a keyboard more discreet than the guitar and played in a good circular electronic rock. Lunaris Part 10 closes this latest F.D. Project album with a sibylline opening where unknown calls are crossing a wall of chthonian voices. A delicate spiral follows the circular shape with sequences playing with tap dancing in a structure which becomes heavier and heavier, but not faster and faster. It remains a heavy and a little slow rhythm with a sibylline decor whose harmonious arpeggios do the sentimental w ork. The second half of the track lets hear a movement with an echo weaving a stroboscopic vision which ends in a good electronic rock with the rudimentary palettes of the Electronica style.

Not great throughout but definitely very good, LUNARIS imposes a more electronic vision than NIKO. FD Project is resolutely on a mission and combine his guitar with electronic rock filled with tender moments, which often give me shivers to the soul, like dark moments that remind me of the imperial side of the medieval. And as long as there are those moments, I believe Frank D. will always have these arguments that make of his music this thing we must hear ...

2020. Sylvain Lupari